IVG operativ mit positivem adjustierten Vorsteuerergebnis von 13,1 Mio. Euro
Nicht cash-wirksame Marktwertänderungen führen jedoch zu einem Nachsteuerverlust von 54,5 Mio. Euro
Operatives Geschäft liegt im Plan:
- Leerstand (8,3%) und Mieten nahezu stabil zum Vorquartal
- starke Verbesserung der Vorvermietung bei Entwicklungsprojekten
(57,3% ggü. 48,5% im Vorquartal)
Neuausrichtung der IVG liegt im Plan:
- Liquidität durch Verkäufe in Höhe von 550 Mio. Euro im 1. Halbjahr gesichert
- Sämtliche Verbindlichkeiten planmäßig prolongiert oder zurückgeführt,
keine größeren Prolongationen bis 2012
Trotz der schwierigen Umfeldbedingungen gelang es IVG im 1. Halbjahr 2009 die Neuausrichtung der Unternehmens- und Finanzierungspolitik planmäßig fortzusetzen. So erzielte der Bereich Asset Management beachtenswerte Ergebnisse und vermietet im 1. Halbjahr 2009 insgesamt rd. 190.000 m² für den Bereich Investment und 139.000m² für von uns betreute Immobilien im Geschäftsbereich Funds. Damit konnte die Vermietungsquote bei den IVG eigenen Bestandsimmobilien im Vergleich zum Vorquartal stabil bei 91,7% gehalten und bei den Entwicklungsprojekten sogar von 48% im Vorquartal auf über 57% ausgebaut werden.
Auch im Rahmen der Neuausrichtung der Finanzierungspolitik ist IVG weiter auf Kurs: Im 1. Halbjahr 2009 wurden sämtliche Kreditfälligkeiten planmäßig zurückgeführt oder prolongiert.
Unverändert beeinflussen die Folgen der internationalen Finanzmarktkrise das Ergebnis der IVG: Aufgrund der schwierigen Marktsituation am Investmentmarkt mussten bei Immobilienverkäufen Abschläge von rund 10% gegenüber dem letzten Fair Value in Kauf genommen werden, was realisierte Marktwertänderungen in Höhe von -52,4 Mio. Euro in H1 2009 verursachte.
Die nicht zahlungswirksamen, unrealisierten Marktwertänderungen verbesserten sich von -33,7 Mio. Euro in Q1 2009 auf +97,9 Mio. Euro in Q2 2009. Ursächlich hierfür waren zwei gegenläufige Effekte. Zum einen die Abwertung des Investment Property Portfolios um -52,8 Mio. Euro aufgrund des leichten Anstiegs der Anfangsrenditen und geringerer Inflationsprognose und zum anderen die erstmalige Bewertung von 10 im Bau befindlichen Kavernen zu Fair Value (+150,7 Mio. Euro). Weiterhin belasteten unrealisierte negative Wertveränderungen bei Projektentwicklungen in Höhe von saldiert rund 91 Mio. Euro das Ergebnis im 2. Quartal 2009.
Das EBIT lag bei 20,0 Mio. Euro (Q1 2009: 16,9 Mio. Euro). Positiv entwickelte sich das Finanzergebnis mit -62,6 Mio. Euro (Q1 2009: -72,0 Mio. Euro), das insbesondere durch die günstige Zinsentwicklung und geringere Verbindlichkeiten im Vorjahresvergleich gestützt wurde. Insgesamt weist IVG im 2. Quartal 2009 einen Verlust in Höhe von -54,5 Mio. Euro aus (Q1 2009: -44,8 Mio. Euro). Der Net Asset Value adjusted (NAV adj.) reduzierte sich auf 10,31 Euro je IVG-Aktie (31.03.2009: 12,11 Euro).
Für das Investmentportfolio lagen die Soll-Mietrendite stabil bei 6,6 Prozent, die NRI-Rendite (Net Rental Income) bei 5,5 Prozent und die NOI-Rendite (Net Operating Income) bei 5,1 Prozent.
Von dem zur ergänzenden Innenfinanzierung für 2009/2010 aufgelegten Verkaufsprogramm von über 1 Mrd. Euro konnten im 1. Halbjahr 2009 bereits mehr als die Hälfte realisiert werden – zu gleichen Teilen durch Direktverkäufe und das Einbringen in Fonds für institutionelle Investoren, insbesondere in den IVG Protect Fonds.
Weiter hat der Geschäftsbereich IVG Private Funds mit der Platzierung von zwei neuen geschlossenen Fonds begonnen. Der EuroSelect 17 investiert in die neue Zentrale von KPMG in Amsterdam (Niederlande), der EuroSelect 18 bietet ein Portfolio von fünf attraktiven Objekten aus dem Bestand der IVG an drei deutschen Standorten an. Ein weiteres Fondsprodukt für Privatanleger wird derzeit vorbereitet.
Gerhard Niesslein, Sprecher des Vorstands der IVG, betonte angesichts dieser Entwicklung: „Wir sind davon überzeugt, dass die laufende Neuausrichtung IVG für den nächsten Aufschwung in eine sehr gute Startposition bringt. Dies umfasst die Konzentration auf stabile, wiederkehrende Erträge aus unserem Investment- und Fondsgeschäft und die Risikoreduktion durch Rückführung der Projektpipeline. Hinzu kommen die Verbesserung der Kostenstruktur und die Vereinfachung der Unternehmensorganisation. Die besondere Marktnähe, die unsere eigenen Niederlassungen an den wichtigsten europäischen Immobilienstandorten schaffen, wird IVG in wieder anziehenden Märkten besonders herausheben.“
Ergebnisse Q2 2009 im Überblick
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Q2 2009 in Mio. Euro |
Q1 2009 in Mio. Euro |
| Umsatz | 127,6 | 123,2 |
| EBIT | 20,0 | 16,9 |
| Konzernergebnis nach Steuern | -54,5 | -44,8 |
| Unverwässertes/Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | -0,54/-0,49 | -0,46/-0,40 |
| NAV adjustiert je Aktie (in Euro) | 10,31 | 12,11 |
IVG Immobilien AG
Die IVG Immobilien AG zählt zu den großen Immobiliengesellschaften in Europa. Das Unternehmen konzentriert sich auf Immobilien und Kavernen. Zurzeit verwaltet die IVG über ihr Niederlassungsnetzwerk in ausgewählten deutschen und europäischen Metropolen mit rund 700 Mitarbeitern unter anderem eigene Immobilien mit einem Marktwert von 6,1 Mrd. Euro, betreut Spezialfonds und Mandate für institutionelle Anleger mit einem Volumen von 12,4 Mrd. Euro sowie geschlossene Fonds mit einem Volumen von 3,3 Mrd. Euro. Insgesamt managt die IVG Assets von mehr als 22 Mrd. Euro.
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