Im Folgenden werden die Ermittlungsgrundsätze zur Leistungsbilanz 2009 dargestellt.
INVESTITIONSKOSTEN:
Die Investitionskosten umfassen unter anderem den Kaufpreis der Immobilie(n), eventuelle Maklergebühren und andere Anschaffungsnebenkosten. Hinzu kommen fondsabhängige Kosten, wie Kapitalvermittlung, Konzeptionskosten, Rechtskosten, Steuerberatung, Mittelverwendungskontrolle und Marketingkosten. Einzelheiten zu den angegebenen Kosten können gegebenenfalls auch in den jeweiligen Prospekten nachgelesen werden. Die Ist-Investitionskosten werden anhand des Berichts des Mittelverwendungskontrolleurs ermittelt.
LIQUIDITÄTSRESERVE:
Die Position gibt die konsolidierten, verfügbaren Mittel bei planmäßigem Investitionsverlauf wieder. Als Liquiditätsreserve werden demnach alle freien und liquiden Mittel der Gesellschaft bezeichnet, die nicht zur unmittelbaren Ausschüttung vorgesehen sind. Es handelt sich ausschließlich um Finanzaktiva.
DAMNUM:
Unter Damnum versteht man die Differenz zwischen dem Nominalbetrag eines gewöhnlichen Darlehens und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag.
AGIO:
Auf das gezeichnete Kapital wird ein Agio (Aufschlag) in Höhe von fünf Prozent erhoben, das zur Fi-nanzierung der Investition herangezogen wird.
KOMMANDITKAPITAL:
Das Kommanditkapital (gezeichnetes Kapital) stellt das Kapital der Anleger dar. Darin enthalten ist der Anteil der Gründungsgesellschafterin IVG Private Funds Management GmbH. Die geschäftsführende Kommanditistin ist berechtigt eine geringfügige Überzeichnung zuzulassen. Die erlaubte prozentuale Höhe der Überzeichnung ergibt sich aus dem Gesellschaftsvertrag.
FREMDKAPITAL:
Das Fremdkapital gibt die Höhe des durch Kreditinstitute bereitgestellten Brutto-Fremdkapitals inkl. Damnum zum Zeitpunkt der Darlehensaufnahme wieder.
STEUERLICHES Ergebnis (Inv.-Phase):
Dieser prozentuale Betrag gibt das Inlandsergebnis der Fondsgesellschaft, verglichen mit dem Kommanditkapital bzw. Eigenkapital ohne Agio, wieder.
MIETEINNAHMEN:
Die Mieteinnahmen (Netto-Mieteinnahmen ohne Nebenkosten) aus der Vermietung des oder der Objekte sind im jeweiligen Jahr als Liquiditätszufluss berücksichtigt.
GARANTIEZAHLUNG:
Mietgarantiezahlungen und deren Höhe werden nur ausgewiesen, soweit sie erfolgen.
SONSTIGE EINNAHMEN (NETTO):
Die sonstigen Einnahmen beinhalten im Wesentlichen Zinserträge.
AUSGABEN OHNE TILGUNG:
Die Position Ausgaben beinhaltet die Summe sämtlicher Ausgaben ohne Tilgungsleistung für Fremdmittel. Hierin enthalten sind (soweit sie anfallen) Zinsen, Objektmanagementkosten, Steuerberatung, Fondsmanagementkosten, Instandhaltungskosten, Mietausfallwagnis, Nachvermietungskosten, Währungsverluste und sonstige Kosten.
ZINSEN:
Für die (langfristige) Fremdfinanzierung werden an die kreditgebenden Banken Zinsen im Rahmen der Darlehensverträge gezahlt. Die Höhe der Verzinsung gestaltet sich von Fonds zu Fonds unterschied-lich. Die einzelnen Prozentsätze ergeben sich jeweils aus dem Fondsprospekt. Überziehungszinsen werden nicht ausgewiesen.
TILGUNG:
Die Tilgung der Fremdfinanzierung ergibt sich aus den mit den Banken fest vereinbarten Zahlungsplänen. Die Höhe der Tilgung ist dementsprechend fondsabhängig.
BEWIRTSCHAFTUNGSKOSTEN:
Die Position Bewirtschaftungskosten umfasst die Kosten der Objektbewirtschaftung, d.h. die Instandhaltungskosten, nicht umlegbare Betriebskosten und die Kosten für das Objektmanagement. Zur Steigerung der Kostentransparenz sind diese zusätzlich besonders ausgewiesen.
LIQUIDITÄTSERGEBNIS:
Das Liquiditätsergebnis ergibt sich aus der Addition von Mieteinnahmen, Garantiezahlung und sonstigen Einnahmen abzüglich der Positionen Ausgaben ohne Tilgung sowie Tilgung.
AUSSCHÜTTUNG ABSOLUT:
Die Ausschüttung wird als Gesamtbetrag für das Jahr ausgewiesen, für das sie gezahlt wird (Geschäftsjahr).
AUSSCHÜTTUNG PROZENT:
Hier wird bezogen auf den einzelnen Anleger die pro Jahr gezahlte Ausschüttung als prozentualer Wert bezogen auf das Eigenkapital ohne Agio ausgewiesen.
STEUERLICHES ERGEBNIS IN PROZENT:
Dieser prozentuale Betrag gibt das Inlandsergebnis der Fondsgesellschaft im Berichtsjahr verglichen mit dem Kommanditkapital bzw. Eigenkapital ohne Agio wieder.
LIQUIDITÄTSRESERVE:
Diese Position ergibt sich im Soll aus der Addition der Liquiditätsreserve des Vorjahres oder – falls es sich um das erste Berichtsjahr handelt – des Liquiditätsvortrags der Investitionsphase und des Liquiditätsergebnisses des laufenden Jahres abzüglich der Ausschüttung.
Der Ist-Wert wird anhand des Jahresabschlusses ermittelt, indem zu den Kontoguthaben die Forderungen unter einem Jahr hinzugerechnet und die Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres zu begleichen sind, abgezogen werden. Hierzu zählen auch die zum Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlten Auszahlungen an die Anleger. Berücksichtigt werden zudem die passiven Rechnungsabgrenzungsposten.
STAND FREMDKAPITAL:
Hier wird die Gesamtsumme aller langfristigen Fremdmittel zum Rückzahlungsbetrag zum Stichtag der Leistungsbilanz angegeben. Darlehen in Fremdwährungen sind zum jeweiligen Prospektkurs in EUR umgerechnet.
GEBUNDENES KAPITAL:
Das gebundene Kapital ist das ursprünglich vom Anleger in die Fondsgesellschaft eingezahlte Kapital mit Agio abzüglich aller an den Anleger erfolgten Kapitalrückflüsse, insbesondere durch Ausschüttungen, Entnahmen und Steuerersparnisse. Im Berichtsjahr 2010 ist erstmals das gebundene Kapital unter Einbeziehung des Agio berechnet worden. Ausgegangen wird hierbei von einer Beteiligung in Höhe von 100.000 € und einem Steuersatz von 50 %. Auslandseinkünfte sind nicht berücksichtigt.
GESAMTTENDENZ:
Die Gesamttendenz fasst aus Sicht der IVG den bisherigen Verlauf eines Fonds zum Ende des Geschäftsjahres 2009 sowie den absehbaren, künftigen Verlauf des Fonds im Folgejahr im Vergleich zu den prospektierten Sollwerten in eine Gesamtbewertung zusammen, die alle wesentlichen Einflussgrößen zur Beurteilung einer Fondsperformance wie die Entwicklung der Einnahmen und der Ausgaben, das Liquiditätsergebnis, die Liquiditätsreserve, die Ausschüttungen und den Kapitaldienst sowie den Stand des Fremdkapitals mit berücksichtigt.
RECHNUNGSDIFFERENZEN:
Geringfügige EDV-bedingte Rechnungs- und Rundungsdifferenzen zwischen Prospektangaben und der Leistungsbilanz sind möglich.