Die IVG Immobilien AG greift die Anregungen, die das neue Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorsTAG) seit dem letzten Sommer für die Vergütung der Mitglieder des Vorstands vorgibt, aktiv auf und leitet hieraus ein neues einheitliches Vergütungsmodell ab, das über den gesetzlichen Rahmen hinaus nicht nur für die Mitglieder des Vorstands, sondern auch für die Führungskräfte des Konzerns gilt. Hierauf haben sich Vorstand und Aufsichtsrat Ende 2009 geeinigt.
Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex basiert die Incentivierung zukünftig verstärkt auf nachhaltigen und messbaren Erfolgen. So ist vorgesehen, dass ein bestimmter Anteil der Tantiemezahlungen zeitverzögert und in Aktien des Unternehmens ausgezahlt wird. Weiterhin wird ein langfristig orientierter Performance Cash Plan, für dessen Teilnahme in Zukunft ein Eigeninvestment in IVG Aktien verpflichtend ist, als zusätzliches Vergütungselement vertraglich verankert.
Das neue Vergütungsmodell der IVG besteht aus einem festen und zwei variablen Elementen:
Das feste Element Fixgehalt stellt unverändert auf Marktüblichkeit ab.
Das 1. variable Element wird als STI (Short Term Incentive) bezeichnet. Es wird als Tantieme, die von der Erreichung intern abgestimmter Unternehmens- und Individualziele abhängt, gezahlt. 50 % der Tantieme hängen dabei von der Erreichung von fest definierten Konzern- und Geschäftsbereichs-Ergebniszielen ab, die anderen 50% von der Erreichung individueller bzw. persönlicher Ziele des Vorstands und der Führungskräfte. Sämtliche Ziele sind in diesem Zusammenhang erstmals eng mit der jeweils aktuellen Unternehmensplanung verknüpft, um die Erreichung konkreter Vorgaben im Rahmen der Umsetzung beschlossener Projekte und Investitionen sicherzustellen.
Eine weitere Neuerung ergibt sich aus dem künftigen Auszahlungsmodus der Tantieme. Die erste Hälfte der Tantieme (Erreichung persönlicher Ziele) wird weiterhin jährlich in bar ausbezahlt, während die zweite Hälfte (Erreichung unternehmensbezogener Ziele) künftig in IVG Aktien vergütet wird. Vorstände und Führungskräfte erwerben in diesem Zusammenhang Anwartschaften auf den Bezug von Aktien (beschränkte Aktienerwerbsrechte: Restricted Stock Units). Nach einer Halteperiode von drei Jahren erfolgt die Umwandlung in echte IVG-Aktien. Der Erwerbsberechtigte partizipiert somit ab dem Zeitpunkt der Zuteilung von positiven wie auch negativen Entwicklungen der IVG-Aktie.
Das 2. variable Element wird als LTI (Long Term Incentive) bezeichnet. Das LTI ersetzt als „Performance Cash Plan“ den ursprünglichen „Performance Share Plan“ bei der IVG. Maßgeblich für die Bemessung des LTI ist ein sog. Leistungsmultiplikator, der sich aus drei für die IVG langfristig wichtigen Performance-Kennzahlen zusammensetzt:
1) Kapitalmarktperspektive: Performance der IVG Aktie gegenüber dem FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe Index
2) Ergebnisperspektive: Steigerung des FFO (Funds from operations) pro Aktie gegenüber Planvorgaben
3) Vermögensperspektive: Steigerung des adjustierten NAV (Net Asset Value) pro Aktie gegenüber Planvorgaben.
Eine Auszahlung des LTI erfolgt nur bei Erreichen einer vorgegebenen Performance nach einem Zeitraum von vier Jahren.
Der Vorstand und Aufsichtsrat der IVG Immobilien AG sind überzeugt, dass die IVG als Vorreiter in ihrer Branche ein nachhaltiges Vergütungssystem entwickelt hat, das zum einen den gesetzlichen Anforderungen entspricht und zum anderen eine verstärkte Interessensgleichheit zwischen Vorstand, Führungskräften und Aktionären der IVG schafft.
Die IVG wird ihren Aktionären in der Hauptversammlung am 20. Mai 2010 die Möglichkeit geben, über das neue Vergütungssystem für Vorstände abzustimmen.
IVG Immobilien AG
Die IVG Immobilien AG zählt zu den großen Immobiliengesellschaften in Europa. Das Unternehmen verwaltet an 19 Standorten mit rund 700 Mitarbeitern Assets in Höhe von 22,6 Mrd. Euro. Über ihr Niederlassungsnetzwerk in deutschen und europäischen Metropolen betreut die IVG unter anderem Büroimmobilien im eigenen Bestand mit einem Marktwert von 4,9 Mrd. Euro. In Norddeutschland baut und betreibt sie zudem unterirdische Kavernen zur Lagerung von Öl und Gas. Im Fondssegment ist IVG Marktführer bei Immobilienspezialfonds für institutionelle Anleger. Zusammen mit den geschlossenen Immobilienfonds für Privatanleger managt die IVG Fonds und Mandate mit einem Volumen von 15,6 Mrd. Euro.
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